Ansparen vs Absparen (Kapitalanlagen)

Das Durchschnittseinkommen in Deutschland liegt  aktuell bei ca. EUR 37.103,- (Stand 2017). Dieses Jahresbrutto ermittelt regelmäßig die Deutsche Rentenversicherung. Viel bleibt zum Sparen davon nicht übrig. Ein guter Sparvertrag für die Altersvorsorge muss also gut bedacht sein, man hat mit seinen monatlich zur Verfügung stehenden EUR 100,- – 200,- nicht allzu viele Möglichkeiten. Oft sind diese Gelder schon durch unrentabel angelegte Bausparverträge oder Kapitallebensversicherungen blockiert.

MODELLfall 1
Wenn ich monatlich EUR 200,- spare, und investiere sie in eine gute Geldanlage, die mir im ersten Jahr sogar 10% Rendite bringt, dann ist mein angespartes Geld (EUR 2.400,-) nach einem Jahr EUR 2.530,- wert. EUR 130,- waren meine Zinsen. Nach zwei Jahren werden  es dann EUR 5.313,- und nach drei Jahren EUR 8.374,30.  Dem gegenüber stehen EUR 7.200,- selbst Angespartes. Dann habe ich bei einer regelmäßigen Rendite i.H.v. 10% EUR jährlich einen Gewinn in Höhe von 1.174,30 erzielt.

MODELLfall 2
Ich überzeuge eine Bank oder Sparkasse, mir einen Kredit zu geben. Mit diesem Darlehen erwerbe ich eine Eigentumswohnung, die ich vermiete. Auf der einen Seite stehen die monatlichen Kosten für die Bewirtschaftung der Immobilie, sowie die Zinsen und die Tilgung bei der Bank. Auf der anderen Seite stehen im Plus die Mieteinnahmen und die Steuervorteile.
Am Ende bleibt eine Restsumme von monatlich z. B. EUR 200,- übrig die ich investiere, adäquat meinem unter Modell 1 beschriebenen Sparvertrag.
Wir gehen davon aus, in diesem Verhältnis eine Wohnung im Wert von EUR 150.000,- kaufen zu können.
Wir hebeln also die mtl. EUR 200,- in eine Einmalinvestition im Wert von EUR 150.000,-. Nehmen wir bei der Eigentumswohnung eine Inflationsrate i.H.v. 2,5% an. Diese Inflationsrate sorgt dafür, das mein gespartes Geld im Modell 1 Jahr für Jahr 2,5% weniger wert wird (Kaufkraftverlust). Ich spüre es vielleicht nicht täglich, aber der Geldwertverlust ist real vorhanden. Nach einem Jahr müsste ich bereits EUR 153.750,- für den gleichen Wertgegenstand bezahlen. Bedeutet: Ich habe im ersten Jahr EUR 2.400,- (Model 2)gespart, damit aber, unabhängig von jeglichen Wertsteigerungen und Renditen, nur durch die inflationsgeschützte Wertsteigerung EUR 1.350,- „verdient.“
Nach zwei Jahren sind es EUR 157.593,75 und nach drei Jahren bereits EUR 161.533,59, die ich aus meinen investierten EUR 150.000,- erzielt habe. Die Inflation wirkt hier also „Wertsteigernd“ und damit positiv auf die Investition.

Jahr Gespartes Kapital Wert Modell 1 (bei 10% Rendite) Wert Modell 2 (ausschließlich Inflation)
1 EUR 2.400,- EUR 2.530,- EUR 3.750,-
2 EUR 4.800,- EUR 5.313,- EUR 7.593,-
3 EUR 7.200,- EUR 8.374,- EUR 11.533,-

Der Mathematiker wird bemängeln, das viele zusätzliche Faktoren noch gar nicht berücksichtigt sind. Was ist mit der Inflation bei der monatlichen Anlage? Die vermietete Eigentumswohnung steigt ebenfalls im Wert? Und diese Liste könnte weiter fortgesetzt werden. Dies ändert aber nichts an dem Grundprinzip der Vermögensbildung.

Kritiker könnten behaupten, das die vermietete Eigentumswohnung auch Nachteile hat.

Eigentum schafft Verantwortung!

Wer kümmert sich um die Neuvermietung? Wer kommt für möglichen Mietausfall auf? Wer bezahlt zumindest eine Erst-Renovierung bei einem Mieterwechsel? Auch diese Liste könnte weiter fortgesetzt werden.

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